
Das ist doch Wahnsinn! Ein wütender Engizek reagiert scharf auf die Kontroverse um den Auftritt des israelischen Kämpfers mit der modifizierten Flagge
Die Situation rund um den Auftritt von Rafael Aronov beim Turnier OKTAGON 92 hat vor allem unter den deutschen Kämpfern der Organisation heftige Kritik ausgelöst. Der israelische Kämpfer hatte sowohl beim Wiegen als auch bei seinem Einmarsch in den Käfig eine modifizierte Flagge verwendet, obwohl OKTAGON eine ähnliche Form der Präsentation anderen Kämpfern in der Vergangenheit nicht gestattet hatte. Die Organisation räumte daraufhin ein, dass die Flagge die Kontrolle nicht hätte passieren dürfen, erteilte Aronov eine offizielle Verwarnung und kündigte eine Verschärfung der internen Regeln an.
Einer der lautstärksten Kritiker war der ehemalige Champion Kerim Engizek. Ihn störte nicht nur der Vorfall selbst, sondern auch die seiner Meinung nach unterschiedliche Bewertung vergleichbarer Fälle. In seiner scharfen Stellungnahme betonte er, dass er als eines der Aushängeschilder von OKTAGON nicht schweigen könne und seine Werte weder seiner Karriere noch Titeln oder Geld unterordnen werde.
„Was gestern passiert ist, dreht mir den Magen um. Es widert mich an. Bei jeder Kleinigkeit von mir verhalten sich alle so, als hätte ich das schlimmste Verbrechen der Welt begangen. Jeder reißt den Mund auf, jeder spielt den Moralapostel und jeder will mich verurteilen. Aber gestern? Plötzlich macht niemand mehr den Mund auf. Plötzlich hat niemand mehr den Mut, etwas zu sagen. Genau das ist die Doppelmoral, die ich nicht akzeptiere.
Stellt euch vor, ich wäre mit einer Flagge angetreten, die eine terroristische Organisation oder irgendeine andere extremistische Gruppe repräsentiert. Innerhalb weniger Minuten hätten mich alle von allen Seiten in der Luft zerrissen. Jeder würde meine Entlassung fordern, und die sozialen Netzwerke wären voll davon. Aber gestern? Plötzlich halten alle den Mund. Ich bin eines der Gesichter von OKTAGON. Und genau deshalb ist es meine Pflicht, in solchen Momenten das Wort zu ergreifen. Ich werde niemals aus Angst um meine Karriere schweigen. Das widerspricht allem, wofür ich stehe.
Das ist krank! Nicht nur dieser Auftritt, sondern auch die Tatsache, dass er danach noch im Käfig lacht, sowie die Äußerungen, die dazu zu hören waren. Es ist mir egal, was ihr sagt oder denkt. Ich lasse mich nicht von der Masse mitreißen und springe nicht auf einen Zug auf, der bereits in Fahrt ist. Ich stehe zu meiner Meinung und werde immer bis zum Ende für meine Rechte und die Rechte anderer kämpfen.
Ich respektiere jedes Land und jede Kultur. Wenn jedoch Kinder oder ganz allgemein unschuldige Menschen getötet werden, werde ich das boykottieren. Ich kann keine Organisation unterstützen, die solche Werte vertritt oder so etwas befürwortet. Weder meine Karriere noch Geld stelle ich über Menschenleben und schon gar nicht über Gerechtigkeit. Meine Werte sind mir wichtiger als jede Karriere, jeder Titel und alles Geld der Welt“, erklärte Engizek verärgert.
mmafanatik.de
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