
Dulatov wusste, dass er gegen die OKTAGON-Regeln verstößt, schmuggelte aber trotzdem eine palästinensische Flagge zu seinem Einmarsch! So erklärte er die Aktion
Tamerlan Dulatov trat beim jüngsten Turnier OKTAGON 94 in Frankfurt in einem Vorkampf an. Sein Gegner im Weltergewicht war Nikola Janković. Der favorisierte Dulatov machte kurzen Prozess und zwang Janković bereits in der zweiten Minute des Kampfes mit einem Triangle Choke zur Aufgabe. Damit verbesserte er seine Bilanz auf 6:0.
Für Aufsehen sorgte Dulatov allerdings bereits bei seinem Einmarsch. In seiner Kampfshorts hatte er eine palästinensische Flagge versteckt, die er anschließend herausholte und stolz über seinem Kopf präsentierte.
Flaggen sind grundsätzlich kein Problem, allerdings hat OKTAGON klare Regeln festgelegt: Ein Kämpfer darf nur die Flagge des Landes tragen, aus dem er stammt oder das er offiziell repräsentiert. Dulatov repräsentiert Deutschland und hat tschetschenische Wurzeln. Die palästinensische Flagge wurde deshalb in seinem Fall als politische Stellungnahme zu einem derzeit sensiblen und polarisierenden Thema wahrgenommen.
Dulatov erklärt seinen Einmarsch mit der palästinensischen Flagge
Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf erklärte Dulatov seine Aktion auf ungewöhnliche Weise. Ob diese Begründung bei der Organisationsleitung auf Verständnis stößt, bleibt abzuwarten. Ebenso ist noch offen, ob OKTAGON auf den Regelverstoß reagieren wird.
„Hinter den Kulissen waren sie deswegen wirklich sauer auf mich. Aber nein, ich mache nur Spaß, ich habe mit ihnen gesprochen. Ich sage es noch einmal: Auch ich mag keine Politik im Sport, das habe ich bereits früher gesagt. Aber ich habe lediglich etwas getan, das vor mir schon jemand anderes gemacht hat. Jetzt steht es 1:1, also unentschieden, und wir können die Sache abhaken.
Ich möchte daraus keinen Skandal und kein Drama machen. Ich respektiere Ondřej Novotný und Pavel Neruda. Es ist ihr Haus und es gelten ihre Regeln. Aber alle müssen sich an diese Regeln halten. Wenn es nicht jeder tut, dann kann ich sie doch ebenfalls brechen, oder?“ erklärte Dulatov auf der Pressekonferenz nach dem Kampf.
Dulatov bezog sich damit auf den israelischen Kämpfer Rafael Aronov. Dieser präsentierte bei OKTAGON 92 nach seinem Sieg über Miroslav Brož eine veränderte israelische Flagge, auf der zusätzlich Symbole und Porträts bestimmter Personen zu sehen waren. Auch solche Veränderungen sind nach den Regeln der Organisation verboten.
Tamerlan Dulatov pulls out the Palestine flag and walks out to “They Don’t Care About Us” at #OKTAGON94 🇵🇸 pic.twitter.com/sST37Kt1mV
— Euro Chris 🤛 💎 (@EuroChris1738) September 26, 2026
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