
Raub im Titelkampf? Moeil verliert erstmals seit acht Jahren, sein Manager rastet aus: Katastrophale Wertung!
Hatef Moeil trat im Hauptkampf des FNC-33-Turniers in Zagreb zur Verteidigung seines Schwergewichtstitels an und erlitt seine erste Niederlage seit acht Jahren. In einem knappen Kampf über fünf Runden unterlag er dem erfahrenen Darko Stošić, dem alle drei Kampfrichter mit 49:46 den Sieg zusprachen. Moeils Team will dieses klare Urteil jedoch nicht akzeptieren und verweist auf die offiziellen Kampfstatistiken.
Besonders deutlich äußerte sich Moeils Manager Ivan Dijaković. Seiner Ansicht nach war sein Schützling aktiver, bestimmte den Großteil des Kampfes, kontrollierte die Mitte des Käfigs und landete deutlich mehr Treffer. Gleichzeitig betonte er, dass Moeil als Champion in den Kampf gegangen war, während Stošić der Herausforderer war.
„Ich bin kein schlechter Verlierer und kann eine Niederlage akzeptieren. Diesen Kampf habe ich jedoch anders gesehen. Hatef war der Champion, nicht der Herausforderer. Die meiste Zeit ging er nach vorne, kontrollierte die Mitte des Käfigs, landete mehr Treffer und kontrollierte Darko wiederholt am Gitter“, schrieb Dijaković.
Als wichtigstes Argument führte er die offiziellen Kampfstatistiken an. Demnach landete Moeil 187 von 254 Schlägen, während Stošić lediglich 84 von 166 ins Ziel brachte. Bei den reinen Faustschlägen betrug der Unterschied 138:61. Auch bei der Bodenkontrolle lag der damalige Champion mit 3:08 Minuten gegenüber lediglich zwölf Sekunden deutlich vorne.
„Wie kann jemand ernsthaft ein Ergebnis von 49:46 für Stošić erklären? Schaut euch die offiziellen Statistiken an. Hatef landete 187 von 254 Schlägen, Stošić nur 84 von 166. Hatef war der Champion, trieb den Kampf voran, übte Druck aus und landete deutlich mehr Treffer. Was muss ein Champion noch tun, um seinen Gürtel zu behalten? Die Zahlen lügen nicht. Solche Entscheidungen schaden unserem Sport erheblich. Eine katastrophale Wertung“, fuhr der Manager fort.
Dijaković ist überzeugt, dass Moeil die zweite, dritte und vierte Runde gewonnen hat. Umstritten war seiner Ansicht nach auch eine Situation in der entscheidenden fünften Runde, als der Ringrichter den Kampf wegen eines vermeintlichen Fingerstichs ins Auge unterbrach. Stošić bekam anschließend fast drei Minuten Zeit, um sich zu erholen, obwohl es sich nach Meinung des Managers lediglich um einen Zusammenstoß mit den Köpfen gehandelt hatte.
„Bitte zeigt mir, wo der Finger das Auge getroffen haben soll. Meiner Meinung nach war das kein Eye Poke, sondern ein Zusammenstoß mit den Köpfen. Trotzdem wurde der Kampf unterbrochen und Stošić bekam fast drei Minuten Zeit zur Erholung. Gerade in der entscheidenden fünften Runde kann eine solche Pause den Kampfverlauf erheblich beeinflussen. Und dann kommt ein Ergebnis von 49:46 für Stošić. Das ist katastrophal und einfach unfair“, argumentierte Dijaković.
Der Manager widersprach auch der Behauptung, Stošić habe Moeil mehrfach zu Boden geschickt und ihm schwere Verletzungen zugefügt. Seiner Aussage nach hatte der deutsche Kämpfer lediglich eine Platzwunde, die allein nichts über den Verlauf des gesamten Kampfes aussage. Zudem fragte er, warum Stošić den Kampf nicht vorzeitig beenden konnte, wenn seine Schläge tatsächlich so verheerend gewesen seien.
Trotz seiner großen Unzufriedenheit respektiert Dijaković das offizielle Ergebnis und gratulierte Stošić sowie dessen Trainer Dražen zum Erfolg. Gleichzeitig forderte er einen sofortigen Rückkampf, der seiner Meinung nach in München stattfinden sollte. „Ich respektiere die offizielle Entscheidung und gratuliere Darko und Dražen zum Gewinn des Titels. Respekt gehört zum Sport, auch wenn man mit dem Urteil nicht einverstanden ist. Aber ich sage ganz klar: Lasst uns diesen Kampf in München wiederholen. Gebt Hatef den sofortigen Rückkampf und Darko die Möglichkeit zu beweisen, dass er dieses Ergebnis bestätigen kann“, schloss Dijaković.
mmafanatik.de
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