Rony Paradeiser reagiert auf seine K.-o.-Niederlage gegen Kaik Brito im Titelkampf bei OKTAGON 84 in Ostrava
Bildquelle: OKTAGON

Rony Paradeiser reagiert auf seine K.-o.-Niederlage gegen Kaik Brito im Titelkampf bei OKTAGON 84 in Ostrava

Der Titelkampf im Weltergewicht bei OKTAGON 84 in Ostrava nahm für viele Fans in Tschechien und der Slowakei eine unerwartete Wendung. Kaik Brito stoppte Ronald „Rony“ Paradeiser in der dritten Runde per K.o., nachdem er ihn mit einem harten Treffer aus der Drehung erwischte.

Damit blieb Paradeiser der erhoffte dritte Sieg im Weltergewicht verwehrt, nachdem er zuvor vom Leichtgewicht in die höhere Gewichtsklasse aufgestiegen war. Brito hingegen krönte sich erneut zum Champion und holte sich den Gürtel zurück, den er in dieser Division bereits früher gehalten hatte.

Rony Paradeiser und seine ersten Reaktionen

„Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich danke meinen Fans, dass sie hier sind. Ich weiß das sehr zu schätzen. Und was soll ich sagen: Wir machen weiter, ich werde mich verbessern. Es tut mir ein bisschen leid, denn der Weg im Weltergewicht war schnell, es hat mir in dieser schwereren Gewichtsklasse sehr viel Spaß gemacht. Jetzt hatte ich einige gesundheitliche Probleme. Vor sieben Wochen wurde ich am Blinddarm operiert. Die Vorbereitung war, wie sie war.

Aber ich habe an Brito geglaubt. Ich habe geglaubt, dass ich ihn schlagen werde. Plötzlich kam diese Drehung. Ich habe sie gesehen, als ich den Treffer abbekommen habe, und ich habe registriert, wie ich falle. Ich sagte mir: Okay, ich stehe wieder auf. Aber als ich auf dem Boden lag, sah ich schon, dass der Schiedsrichter bei mir war und es vorbei war, was mich nicht gerade erfreute. Aber es geht weiter. Ich kann nur sagen, dass ich meiner Familie danke. Wir gehen diesen dornigen Weg zum imaginären Gipfel, den ich wieder erreichen werde“, sagte der slowakische Kämpfer in einem Interview nach dem Kampf.

Paradeiser wirkte zunächst unsicher, ob der Kampf tatsächlich im richtigen Moment abgebrochen worden war. Nach der Pressekonferenz räumte er jedoch ein, dass es letztlich eine gute Entscheidung gewesen sei, den Fight zu stoppen.

„Auch als ich zu Boden ging, war ich immer noch irgendwie präsent. Natürlich hat Toušák (Anmerkung: Schiedsrichter Pavel Touš) den Kampf richtig abgebrochen. Hut ab vor dem Schiedsrichter. Sie sollen unsere Gesundheit schützen, und dafür bin ich dankbar. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn er meine Gesundheit gefährdet hätte“, erklärte Rony auf der Pressekonferenz und bewertete die Situation kurz nach dem Fight bereits etwas anders.

Zum weiteren Fahrplan sagte Paradeiser, dass er in den kommenden Wochen nicht sofort wieder voll durchziehen werde. Stattdessen wolle er den Fokus auf das Turnier im Juni in Bratislava legen, bei dem er gerne auf der Karte stehen würde.

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